München, 13. Juli 2005

Health Care Bayern e.V. bringt Bayerische Folatinitiative in Gang

Mit einer Auftaktveranstaltung bei der HypoVereinsbank startete heute bayernweit eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Versorgung der Bevölkerung mit Folat/Folsäure zu verbessern.

In Kurzvorträgen machten namhafte Experten auf die Bedeutung des B-Vitamins aufmerksam und zeigten Möglichkeiten auf, wie die tägliche Versorgung verbessert werden kann.

Die Bayerische Folatinitiative wurde im Frühjahr 2005 gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Health Care Bayern e.V. und der Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit. Die Bayerische Folatinitiative möchte aufzeigen, wie bedeutsam Folat in der Prävention ist.

Das B-Vitamin Folat/Folsäure ist lebenswichtig für die Blutbildung und die Zellteilung. So ist eine ausreichende Folatversorgung der Mutter gerade in den ersten Schwangerschaftswochen besonders wichtig, um schwerwiegende Fehlbildungen des heranwachsenden Kindes verhindern zu können. Aber auch für andere Bevölkerungsgruppen ist das B-Vitamin (lebens-) wichtig: So scheint es präventiv vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor Krebserkrankungen oder vor Altersdemenz zu schützen.

Leider tragen Fast-Food und eine ungesunde Lebensweise dazu bei, dass die Bevölkerung nur unzureichende Mengen an Folat/Folsäure mit der täglichen Nahrung zu sich nimmt. Zwar ist das Vitamin in zahlreichen Obst- und Gemüsearten, in Vollkornprodukten sowie einigen Fleischsorten reichlich vorhanden, doch es ist auch sehr flüchtig und wird bei zu langer Lagerung oder zu langem Kochen zerstört. "In Deutschland erreichen erwachsene Männer im Schnitt nicht einmal zwei Drittel, Frauen nur rund 50 Prozent der empfohlenen Folatmenge von 400 Mikrogramm pro Tag. Damit wir diesen Zielwert erreichen, ist es wichtig Aufklärungsarbeit zu leisten und Mitstreiter zu finden, die zur besseren Versorgung beitragen", erklärte Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Schwartz, Medizinische Hochschule Hannover, und Leiter des Arbeitskreises Prävention bei Health Care Bayern e.V., anlässlich der Auftaktveranstaltung.

Zu Beginn der Folatinitiative Bayern beteiligt sich die HypoVereinsbank mit einem Auftaktprojekt in den Mitarbeiterkantinen der Bank. Die HVB möchte langfristig die Speisen in allen Kantinen und im Schulungszentrum der Bank mit Folsäure angereichertem Salz zubereiten. "Die Ernährung spielt zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine bedeutende Rolle. Deshalb greifen wir die Kampagne der Folatinitiative zur ausreichenden Folatversorgung in unseren Mitarbeiterkantinen gerne auf", sagte HVB-Vorstand Dr. Michael Kemmer. Die HVB arbeitet mit Health Care Bayern e.V. sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz im Rahmen des HVB Gesundheitsmanagements zusammen.

In Ländern wie den USA und Ungarn werden bestimmte Grundnahrungsmittel, wie Mehl und Salz grundsätzlich mit Folsäure angereichert. In Deutschland existiert keine solche Verpflichtung. Die bayerische Folatinitiative will Mediziner, Medien und Bevölkerung über die Notwendigkeit einer besseren Folat/Folsäureversorgung informieren und Wege aufzeigen, wie jeder Einzelne seine tägliche Ernährung optimieren kann. Um die Versorgung flächendeckend und dauerhaft zu vereinfachen, wäre es hilfreich, wenn zudem Mehl- und Salzproduzenten vermehrt folsäureangereicherte Produkte auf den Markt bringen würden. Wenn darüber hinaus Bäckereien diese Mehlsorten für die Brotherstellung verwenden oder betriebliche Kantinen mit folsäureangereichertem Salz kochen, könnte das Versorgungsdefizit langfristig abgebaut werden.

 

Kontakt über
Bayerische Folatinitiative c/o Health Care Bayern e. V.
Claudia Küng
Züricher Straße 27
81476 München

Tel: +49 (0) 89 55 26 59 78
Fax: +49 (0) 89 55 26 59 79

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.healthcare-bayern.de

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