Humane Papillomviren (HPV) sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt und heilen spontan aus. Bestimmte Hochrisiko-Typen können jedoch langfristig Krebs verursachen.
Die HPV-Impfung ist eine wirksame präventive Maßnahme, um HPV-bedingte Krebserkrankungen zu verhindern.
Was ist HPV?
HPV steht für Humanes Papillomavirus – eine Gruppe von über 200 Virustypen, die Haut und Schleimhäute infizieren können.
Die Übertragung erfolgt vor allem durch:
- Vaginalen und analen Geschlechtsverkehr
- Oralen Sexualkontakt
- Kontakt über Mikroverletzungen der Haut
- In seltenen Fällen sind auch Schmierinfektionen möglich.
Nahezu jede sexuell aktive Person infiziert sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal.
Welche Erkrankungen können durch HPV entstehen?
Bestimmte HPV-Typen gelten als Hochrisiko-Typen und können verursachen:
- Gebärmutterhalskrebs
- Analkarzinome
- Peniskrebs
- Krebs im Mund- und Rachenbereich
- Andere HPV-Typen können Genitalwarzen auslösen.
Warum ist die HPV-Impfung wichtig?
Die Impfung schützt vor den häufigsten Hochrisiko-Typen, die für den Großteil der HPV-bedingten Krebserkrankungen verantwortlich sind.
Empfohlen für:
- Mädchen und Jungen im Alter von 9–14 Jahren
- Nachholimpfung bis zum 26. Lebensjahr
- Die Impfung ist sicher und gut verträglich.
Wie erfolgt die Impfung?
- Zwei oder drei Impfdosen je nach Alter
- Zeitraum: ca. sechs Monate
- Durchführung in Kinder-, Haus-, gynäkologischen oder urologischen Praxen
- Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen
Informationen für Ärztinnen und Ärzte
Die HPV-Impfung ist ein zentraler Baustein der Krebsprävention.
Wichtige Hinweise:
- Impfung idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt
- Aktive Impfberatung in der Praxis entscheidend
- Impfberechtigung ab 9 Jahren
- Nachholimpfung bis 26 Jahre empfohlen
Materialien des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF):
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